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Selbsttest

Vor jedem Umbau steht die Frage, wo Sie wirklich stehen. 23 Fragen in sieben Blöcken schaffen Klarheit, bevor Sie eine Strukturentscheidung treffen. Am Ende sehen Sie, auf welcher von drei Stufen Ihr Lagebild steht und womit Sie beginnen.

Die drei Ebenen · So gehen Sie vor

Die Fragen

Bewusst unbequem: Wer sie ehrlich beantwortet, erkennt schnell, wo die eigentliche Baustelle liegt, mit oder ohne Begleitung. Kreuzen Sie nur an, was Sie aus dem Stand klar und belegbar beantworten können, nicht, was Sie ungefähr ahnen. Ihre Antworten bleiben bei Ihnen: nichts wird gesendet oder gespeichert.

Selbsttest: mein Lagebild

Anlass: Warum jetzt

Was Ihre Antworten zeigen: Wer den Auslöser klar benennen kann, hat meist schon ein Gespür für die eigentliche Baustelle. Vage Antworten sind selbst eine Information.

Struktur: Unternehmen und Aufbau

Was Ihre Antworten zeigen: Strukturen wachsen historisch. Ob sie noch zu Ihren heutigen Zielen passen, ist eine eigene Frage, die selten von allein gestellt wird.

Zahlen: Die nüchterne Faktenlage

Was Ihre Antworten zeigen: Eine kleine Differenz zwischen Schätzung und Beleg ist normal, eine große ist ein Signal. Gewinn und Liquidität sind zwei verschiedene Fragen: Ein profitables Unternehmen kann an der Zahlungsfähigkeit scheitern.

Vermögen: Privatvermögen und Verbindlichkeiten

Was Ihre Antworten zeigen: Aktiv gesteuert heißt nicht zwingend mehr Aufwand. Es heißt, dass eine Position einen Zweck in Ihrem Gesamtbild erfüllt.

Persönliche Lage: Der Mensch hinter der Struktur

Was Ihre Antworten zeigen: Strukturentscheidungen fallen selten an der Bilanz, sondern an Lebensumständen. Wer die persönliche Lage ausklammert, plant an der eigenen Realität vorbei.

Ziele: Das eigentliche Warum

Was Ihre Antworten zeigen: Das vorgeschobene Ziel ist oft Steuer oder Umsatz. Das tragfähige Ziel liegt meist eine Ebene dahinter, bei Zeit, Erfüllung und Gesundheit.

Risiken und Sorgen

Was Ihre Antworten zeigen: Die aufgeschobene Entscheidung ist häufig die wichtigste. Sie wird nicht kleiner, indem man sie liegen lässt.

  1. Stufe 1 von 3Analyse zuerst0 bis 7Das Lagebild ist noch zu lückenhaft für Strukturentscheidungen. Ihr Einstieg: Leistungsstufe 1, Ausrichtung & Eigentümerstrategie, mit der vollen Analyse.
  2. Stufe 2 von 3Analyse und Priorisierung8 bis 15Einzelne Bereiche sind belastbar, andere nicht, beides läuft parallel. Ihr Einstieg: Leistungsstufe 1, Ausrichtung & Eigentümerstrategie, mit kürzerer Analyse.
  3. Stufe 3 von 3Priorisierung und Umsetzung16 bis 23Das Lagebild trägt, jetzt geht es um Reihenfolge und Entscheidungen. Ihr Einstieg: Leistungsstufe 2, Struktur & Plan.

Notizen

Halten Sie je Block fest, was offen ist oder was Sie besprechen möchten. Bringen Sie das Blatt zum Kurzgespräch mit.

Anlass: Warum jetzt

Struktur: Unternehmen und Aufbau

Zahlen: Die nüchterne Faktenlage

Vermögen: Privatvermögen und Verbindlichkeiten

Persönliche Lage: Der Mensch hinter der Struktur

Ziele: Das eigentliche Warum

Risiken und Sorgen

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Was das Ergebnis bedeutet

Viele Kreuze sprechen für ein belastbares Lagebild. Dann geht es weniger um Analyse als um Reihenfolge und Entscheidungen. Wenige Kreuze sind kein schlechtes Zeichen, sondern der häufigste Ausgangspunkt. Sie zeigen genau die Stellen, an denen sich strukturiertes Aufarbeiten zuerst lohnt.

Unbehagen bei einzelnen Fragen ist oft der präziseste Hinweis. Die Frage, die am meisten stört, zeigt meist auf die Entscheidung, die am längsten wartet.

Frage 17 ist die wichtigste Zahl: Ihre tatsächlichen privaten Netto-Lebenskosten entscheiden, wie viel im Unternehmen bleiben kann, und damit über Rechtsform, Struktur und Vermögensaufbau.

Die drei Ebenen

Vom Selbstständigen zum Unternehmer – bis zum Investor.

Wer selbstständig etwas aufbaut, steckt viel Kraft, Energie und Überzeugung in die Sache. Am Anfang geht es nicht anders. Genau das gehört auf den Prüfstand, sobald es funktioniert: Wer immer nur in der Firma arbeitet, dem fehlt die Zeit, an der Firma zu arbeiten, an ihrer Struktur, ihren Abläufen und ihrer Richtung. Diese Aufgabe unterscheidet Unternehmer:innen von Selbstständigen.

Der nächste Sprung folgt, wenn aus Unternehmer:innen Investor:innen werden. Jede der drei Ebenen verlangt eigene Aufgaben und Fähigkeiten. Wichtig ist, eine Ebene bewusst zu verlassen, um in die nächste einzutauchen. Auf welcher Ebene arbeiten Sie heute, und wollen Sie sie verlassen? Die Entscheidung treffen Sie selbst.

Selbstständig

Sie arbeiten in der Firma. Das Einkommen trägt Ihre Arbeit.

Unternehmer:in

Sie arbeiten an der Firma, an Struktur, Abläufen und Richtung. Das Einkommen trägt die Struktur.

Investor:in

Sie lassen Kapital arbeiten. Das Einkommen trägt das Vermögen.

So gehen Sie vor

  1. Der Reihe nach

    Gehen Sie die Blöcke der Reihe nach durch.

  2. Nur, was belegbar ist

    Kreuzen Sie nur die Fragen an, die Sie aus dem Stand klar und belegbar beantworten können, nicht die, bei denen Sie es ungefähr ahnen.

  3. Ergebnis lesen

    Am Ende sehen Sie, auf welcher von drei Stufen Ihr Lagebild steht und welche Leistungsstufe der passende Einstieg ist. Ihre Antworten bleiben bei Ihnen: nichts wird gesendet oder gespeichert.

Vorab, nicht mitgezählt: Was hat Sie hierher geführt, eine Empfehlung, eigene Recherche, oder brennt gerade irgendwo der Hut? Wenn es brennt, ist es selten das einzige Feuer.

Die Antworten gemeinsam prüfen

In der ersten Phase der Begleitung gehen wir diese Fragen gemeinsam durch. Dort werden die Antworten hinterfragt, nicht die Kreuze gezählt.

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