26. Januar 2025 · Enablement
Operative Tätigkeiten fressen die Zeit für Strategie
Der Kalender ist voll mit operativen Themen: E-Mails, Freigaben, Abstimmungen, Troubleshooting.
Für strategische Fragen bleibt kaum Raum – und aus dem eigenen Umfeld kann niemand wirklich auf Augenhöhe helfen.
Steuerberatung und Bank liefern Zahlen und Produkte, aber kein klares Sparring zu Richtung und Prioritäten.
Was ist los?
Der Alltag als Unternehmer:in ist voll: Kundentermine, Teamthemen, operative Entscheidungen.
Strategische Aufgaben – Ausrichtung, Struktur, größere Investitionen, Partnerwahl – stehen zwar auf der Liste,
aber sie passieren „wenn einmal Luft ist“. Gleichzeitig fehlt ein externer Sparringspartner, der wirklich
versteht, wie Unternehmen, Finanzen, Risiko und persönliche Ziele zusammenhängen.
Symptome & Folgen
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Strategische Themen werden immer wieder verschoben
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Struktur, Wachstum und Absicherung bleiben hinter dem Potenzial zurück
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Niemand aus dem eigenen Team kann wirklich beim „Großen Bild“ mitdenken
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Eigentümer:in bleibt mit den zentralen Fragen allein
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Steuerberater:in liefert Zahlen, aber wenig strategisches Sparring
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Entscheidungen bleiben stark steuer- oder vergangenheitsgetrieben
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Bankgespräche drehen sich um Sicherheiten und Produkte
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Finanzierung folgt Angeboten, nicht Strategie
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Mindset: „Ich muss das alles selbst lösen“
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Überlastung, wenig strukturierte Reflexion, blinde Flecken
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Kein fester Rahmen für strategisches Arbeiten
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Strategie wird zur Ausnahme statt zum festen Bestandteil der Woche
Warum passiert das?
Viele Unternehmer:innen kommen aus dem Operativen – sie sind stark in Umsetzung, Fachlichkeit oder Vertrieb.
Strategische Arbeit fühlt sich weniger „produktiv“ an, weil Ergebnisse nicht sofort sichtbar sind.
Dazu kommt: Steuerberatung, Banken oder klassische Berater:innen sind oft nur in ihrem Ausschnitt stark,
aber nicht als unabhängiger Partner, der Zahlen, Struktur, Risiko und persönliche Ziele zusammendenkt.
Vertrauenswürdige, erfahrene Sparringspartner sind schwer zu finden.
Typische Ursachen
- Mindset: Operatives Tun wird höher bewertet als strategisches Nachdenken
- Umfeld: Eigenes Team ist im Tagesgeschäft gefangen, externe Partner haben begrenzte Perspektive
- Vertrauen: Schwierigkeit, eine Person zu finden, die unabhängig, erfahren und zugleich nahe an der Realität ist
- Rhythmus: Kein fester Rahmen für Strategiearbeit – sie passiert, wenn „Zeit übrig ist“
Was ist zu tun?
Strategische Arbeit braucht Entscheid: einen geschützten Rahmen und den richtigen Sparringspartner.
Das bedeutet, bewusst operative Themen zu delegieren, klare Zeitfenster zu blocken und eine Person
an der Seite zu haben, die unabhängig, positiv, erfahren und erfolgreich ist – und mit der man offen
über Zahlen, Risiken und persönliche Ziele sprechen kann.
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Analyse
Zeitfresser, operative Muster und aktuelle Entscheidungsrunden sichtbar machen
Woche 1
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Plan
Strategie-Slots, Delegation und Rollen klären, externes Sparring definieren
Woche 2–3
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Umsetzung
Regelmäßige Strategierunden mit klarer Agenda etablieren, Fortschritt messbar machen
Woche 4–12
Aufgaben
- Kalender-Scan durchführen: wie viel Zeit fließt real in operatives vs. strategisches Arbeiten?
- Fixe Strategie-Blöcke im Kalender verankern (z.B. 2–4 Stunden pro Woche, nicht verschiebbar)
- 2–3 operative Themen gezielt aus der Rolle der Eigentümer:in herausdelegieren
- Anforderungen an Sparringspartner definieren (Erfahrung, Unabhängigkeit, Branchenverständnis, Chemie)
- Vertrauensgrundsatz klären: Rahmen, Offenheit und Vertraulichkeit bewusst besprechen
- Strategie-Agenda entwickeln (z.B. Struktur, Finanzen, Risiken, persönliche Ziele) und im Rhythmus abarbeiten