Der Wunsch ist klar: Die Firma soll übergeben oder verkauft werden. Aber Gespräche kommen nicht voran, Interessenten springen ab, und der wahrgenommene Firmenwert liegt deutlich unter den Erwartungen.
Nach Jahren des Aufbaus ist es Zeit für einen nächsten Schritt: Verkauf, Nachfolge oder Teil-Exit. Es gibt lose Gespräche mit möglichen Käufer:innen, Banken oder Berater:innen – aber weder ein attraktives Bild der Firma noch eine Struktur, die einen Einstieg einfach macht. Prozesse, Rollen, Zahlen und Abhängigkeiten sind stark auf die Person der Eigentümer:in ausgerichtet. Der gefühlte Wert passt nicht zu dem, was Markt und potenzielle Käufer:innen sehen.
Symptome & Folgen
Unternehmen werden oft über Jahre hinweg stark auf die Person der Eigentümer:in gebaut – mit kurzen Wegen, informellen Lösungen und viel implizitem Wissen. Beim Verkauf ist aber eine andere Perspektive entscheidend: Käufer:innen suchen planbare Cashflows, klare Strukturen, dokumentierte Prozesse, eine tragfähige Organisation und ein verständliches Risikoprofil. Wenn diese Elemente fehlen, sinkt die Zahlungsbereitschaft oder das Interesse ganz.
Typische Ursachen
Ein geplanter Verkauf braucht Vorbereitung: Strukturen ordnen, Personengebundenheit reduzieren, Kennzahlen und Story aufbereiten. Parallel dazu gilt es, mögliche Käufergruppen zu definieren und realistische Wert- und Prozessvorstellungen zu entwickeln. Häufig ist eine Vor-Restrukturierung sinnvoll, bevor der eigentliche Verkaufsprozess startet.
Aufgaben