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Wie viel Puffer brauche ich, privat und im Betrieb?

Ein ausgefallener Auftrag, eine teure Reparatur, eine längere Krankheit: Sie wissen, dass etwas passieren kann, aber nicht, wie viel Reserve dafür reicht. Also liegt entweder viel Geld ungenutzt herum oder zu wenig, um ruhig zu schlafen.

FinanzenStand:

Was ist los?

Auf dem Firmenkonto liegt eine Summe, die sich gut anfühlt, privat ebenso, oder auch nicht. Wie hoch beide sein sollten, hat nie jemand hergeleitet. Manche Unternehmer:innen halten so viel Reserve, dass Chancen ungenutzt bleiben, andere so wenig, dass schon eine schwache Phase Druck erzeugt. Dazu kommt, dass der Betrieb im Ernstfall auf private Mittel zurückgreift und umgekehrt, ohne dass das geregelt ist.

Symptome & Folgen

  • Reserve nach Bauchgefühl → Entweder gebundenes Kapital ohne Aufgabe oder Engpässe beim ersten Rückschlag
  • Betrieb und Haushalt nicht zusammen betrachtet → Dasselbe Risiko wird doppelt oder gar nicht abgedeckt
  • Der Puffer wird für Gelegenheiten angezapft → Im Ernstfall fehlt er, das Auffüllen ist nicht geregelt
  • Saisonale Schwankungen nicht eingeplant → Wiederkehrende Engpässe wirken wie Krisen
  • Versicherungen und Reserven nicht aufeinander abgestimmt → Lücken oder doppelte Kosten
  • Unsicherheit über die eigene Lage → Entscheidungen werden aus Vorsicht vertagt

Warum passiert das?

Ein Puffer ist kein fester Betrag, sondern die Antwort auf die Frage, welche Ereignisse Sie aus eigener Kraft überstehen wollen. Diese Frage wird selten gestellt, weil sie unangenehm ist und es keine allgemeingültige Antwort gibt. Ohne sie wird die Reserve zur Gewohnheit, nicht zur Entscheidung.

Typische Ursachen

  • Risiken nicht benannt: Es gibt keine Liste, gegen welche Ereignisse die Reserve schützen soll
  • Bezugsgröße fehlt: Die laufenden Kosten im Betrieb und die privaten Netto-Lebenskosten sind nicht ermittelt
  • Getrennte Sicht: Betrieb und Haushalt haben je eigene Reserven, aber keine gemeinsame Logik
  • Keine Auffüllregel: Es ist nicht festgelegt, wann und woraus ein angegriffener Puffer wieder aufgefüllt wird

Was ist zu tun?

Der passende Puffer wird aus Ihren Risiken und laufenden Kosten hergeleitet, für den Betrieb und für den Haushalt, und dann bewusst aufeinander abgestimmt. Welche Risiken besser versichert als selbst getragen werden und wo die Reserve liegt, entscheiden Sie mit Ihren Versicherungs- und Finanzpartner:innen, ich bereite die Übersicht und die Fragen dafür vor.

  1. Analyse laufende Kosten im Betrieb, private Netto-Lebenskosten, bestehende Reserven und Versicherungen in einer Übersicht
  2. Planung Risiken benennen und gewichten, Höhe der Reserve je Seite herleiten, Regel für Rückgriff und Auffüllen festlegen
  3. Umsetzung Reserven getrennt führen, mit dem Versicherungsschutz abstimmen, die Auffüllregel verbindlich anwenden

Aufgaben

  • Risikoliste erstellen: Ausfall wichtiger Kund:innen, eigene Krankheit, Reparaturen, saisonale Täler, private Ereignisse
  • Bezugsgrößen festhalten: monatliche Fixkosten im Betrieb und private Netto-Lebenskosten
  • Reserven sichtbar trennen, etwa auf eigenen Konten, damit sie nicht für Gelegenheiten verwendet werden
  • Regel für den Rückgriff zwischen Betrieb und Privat schriftlich festlegen
  • Versicherungsschutz mit den zuständigen Fachleuten gegen die Risikoliste und die vorhandene Reserve prüfen
  • Puffer prüfen einmal im Jahr und nach jeder größeren Veränderung im Betrieb oder in der Familie

Erkennen Sie sich wieder?

Keine Ausgangslage gleicht der anderen. Im Kurzgespräch klären wir, wo Sie stehen und womit Sie beginnen.

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