Was ist mein Unternehmen wert, wenn ich aufhöre?
Ihr Unternehmen ist ein großer Teil Ihres Vermögens, vielleicht der größte. Ob und zu welchem Preis es sich ohne Sie fortführen lässt, haben Sie aber nie geprüft.
StrategieStand:
Was ist los?
Für viele Selbstständige und Unternehmer:innen ist das eigene Unternehmen der wichtigste Vermögenswert und ein stiller Teil der Altersvorsorge. Die Vorstellung vom Wert beruht meist auf dem Umsatz, der investierten Arbeit oder einem Gespräch im Bekanntenkreis. Wer kauft oder übernimmt, rechnet anders: Was bleibt vom Ertrag, wenn die bisherige Eigentümerin oder der bisherige Eigentümer nicht mehr da ist? Hängen Kund:innen, Wissen und Entscheidungen an einer Person, fällt die Antwort oft ernüchternd aus, und das zeigt sich meist erst, wenn kaum noch Spielraum bleibt, etwas zu ändern.
Symptome & Folgen
- Kund:innen kommen wegen Ihnen, nicht wegen des Unternehmens → Ohne Sie bricht ein Teil des Ertrags weg
- Wissen und Abläufe sind nicht dokumentiert → Eine Übergabe ist kaum möglich
- Der erhoffte Erlös ist fest in der eigenen Vorsorge eingeplant → Eine Lücke fällt erst spät auf
- Privates und Betriebliches sind vermischt → Der tatsächliche Ertrag ist schwer nachzuweisen
- Keine Vorstellung, wer als Käufer:in oder Nachfolger:in in Frage kommt → Der Ausstieg wird immer wieder verschoben
- Investitionen werden vor dem Ausstieg zurückgefahren → Das Unternehmen verliert genau dann an Substanz, wenn es zählt
Warum passiert das?
Der Wert eines Unternehmens entsteht aus dem Ertrag, den es künftig ohne die bisherigen Eigentümer:innen erwirtschaften kann. Im Alltag wird aber auf Auslastung und Umsatz geachtet, nicht auf Übertragbarkeit. Solange niemand fragt, bleibt der Wert eine Annahme, und Annahmen über das eigene Lebenswerk fallen selten nüchtern aus.
Typische Ursachen
- Abhängigkeit von der Person: Beziehungen, Wissen und Entscheidungen liegen bei Ihnen allein
- Unklarer Ertrag: Die Zahlen zeigen nicht, was das Unternehmen ohne Ihren persönlichen Einsatz verdient
- Kein Ausstiegsbild: Ob Verkauf, Übergabe in der Familie oder Schließung, ist nicht entschieden
- Vorsorge auf einer Säule: Der Erlös ist als Altersvorsorge eingeplant, eine Alternative fehlt
- Bewertung als Tabu: Die Frage wird gemieden, weil die Antwort enttäuschen könnte
Was ist zu tun?
Zuerst wird geklärt, was den Wert Ihres Unternehmens trägt und was ihn an Ihre Person bindet. Daraus folgt ein Plan, das Unternehmen übertragbar zu machen, unabhängig davon, ob Sie es später verkaufen, übergeben oder weiterführen lassen. Die Bewertung selbst sowie steuerliche und rechtliche Fragen klären Sie mit Steuerberatung und Rechtsanwaltschaft, ich bereite Unterlagen, Szenarien und die Gespräche vor.
- Analyse Werttreiber, Abhängigkeiten von Ihrer Person, bereinigter Ertrag, Rolle des Unternehmens in Ihrer Vorsorge
- Planung Ausstiegsbild, Maßnahmen für Übertragbarkeit, Vorsorge auf mehreren Säulen
- Umsetzung Übergabe von Beziehungen und Wissen, saubere Zahlen, Bewertung mit den Fachleuten
Aufgaben
- Abhängigkeitsliste anlegen: welche Kund:innen, Lieferant:innen und Entscheidungen nur über Sie laufen
- Wissen dokumentieren und Abläufe so beschreiben, dass andere sie übernehmen können
- Private und betriebliche Ausgaben trennen, damit der Ertrag des Unternehmens nachvollziehbar wird
- Vorsorge ohne Verkaufserlös rechnen, um zu sehen, wie stark Ihr Ruhestand vom Erlös abhängt
- Ausstiegsbild festhalten: Verkauf, Übergabe in der Familie oder Weiterführung mit eigener Geschäftsführung
- Bewertungsgespräch vorbereiten mit Ihrer Steuerberatung und die Grundlagen einmal im Jahr aktualisieren
Erkennen Sie sich wieder?
Keine Ausgangslage gleicht der anderen. Im Kurzgespräch klären wir, wo Sie stehen und womit Sie beginnen.
