Vorsorge für den Ruhestand als Unternehmer:in
Für Angestellte gibt es einen vorgezeichneten Weg, für Sie als Unternehmer:in nicht. Oft steckt die Altersvorsorge stillschweigend im Unternehmen selbst, und ob das trägt, hängt davon ab, was es am Ende wert ist.
VermögenStand:
Was ist los?
Vorsorge ist ein Thema für später, und später kommt im Alltag nie. Das Geld fließt zurück ins Unternehmen, das ohnehin als Altersvorsorge gilt. Ob das reicht, hängt aber davon ab, ob sich die Firma einmal verkaufen oder übergeben lässt und zu welchem Wert. Gleichzeitig ist meist offen, wie viel Sie im Ruhestand überhaupt brauchen und welche Ansprüche bereits bestehen.
Symptome & Folgen
- Die Altersvorsorge steckt fast ganz im Unternehmen → Hohe Abhängigkeit von einem einzigen Vermögenswert
- Kein Bild vom Bedarf im Ruhestand → Unklar, ob das vorhandene Vermögen reicht
- Bestehende Ansprüche und Verträge sind nicht zusammengestellt → Lücken und Doppelungen bleiben unentdeckt
- Die Vorsorge wird von Jahr zu Jahr verschoben → Der Spielraum für einen ruhigen Aufbau wird kleiner
- Ruhestand und Übergabe des Unternehmens werden getrennt gedacht → Der Plan für das eine passt nicht zum anderen
- Abschlüsse nach Angebot statt nach Plan → Einzelne Verträge passen nicht in ein Gesamtbild
Warum passiert das?
Unternehmer:innen sind es gewohnt, in das eigene Geschäft zu investieren, weil sie dort Einfluss haben und die Wirkung sehen. Private Vorsorge wirkt dagegen abstrakt und weit weg. Dazu kommt, dass das Thema meist in Einzelgesprächen mit Anbietern behandelt wird, nicht als Teil eines Gesamtplans, der Unternehmen und Privatleben verbindet.
Typische Ursachen
- Firma als Vorsorge: Der künftige Verkaufswert wird angenommen, aber nie geprüft
- Bedarf unbekannt: Die eigenen Netto-Lebenskosten, heute und im Ruhestand, sind nicht beziffert
- Kein Überblick: Ansprüche, Verträge und Vermögenswerte sind nicht an einer Stelle zusammengeführt
- Produkt vor Plan: Abschlüsse folgen Angeboten, nicht einem Zielbild
- Ruhestand ohne Übergang: Wie und wann Sie aus dem Unternehmen gehen, ist nicht geklärt
Was ist zu tun?
Ausgangspunkt ist ein Zielbild: wie Sie im Ruhestand leben wollen und was das kostet, gemessen an Ihren privaten Netto-Lebenskosten. Dem wird gegenübergestellt, was bereits vorhanden ist und was realistisch aus dem Unternehmen kommen kann, und aus der Differenz entsteht ein Aufbauplan, der die Vorsorge nicht allein auf die Firma stützt. Ansprüche, Versicherungen und Anlageformen prüfen und entscheiden Sie mit den zuständigen Fachleuten, etwa Ihrer Steuerberatung und Fachleuten für Vorsorge. Ich bereite Übersicht, Zielbild und Fragen für diese Gespräche vor.
- Analyse Bestandsaufnahme von Ansprüchen, Verträgen und Vermögen, dazu eine vorsichtige Einschätzung, was das Unternehmen beitragen kann
- Planung Zielbild Ruhestand auf Basis der privaten Netto-Lebenskosten, Vorsorgelücke beziffern, Varianten zu ihrer Schließung
- Umsetzung Aufbauplan mit festen Beträgen einrichten, Entscheidungen mit den Fachleuten treffen, den Fortschritt regelmäßig prüfen
Aufgaben
- Private Netto-Lebenskosten heute erfassen und für den Ruhestand fortschreiben
- Alle Ansprüche und Verträge in einer Übersicht zusammenführen und mit den zuständigen Fachleuten prüfen
- Unternehmenswert als Vorsorgebaustein vorsichtig ansetzen, nicht als feste Größe
- Vorsorge außerhalb der Firma aufbauen, damit nicht alles an einem Vermögenswert hängt
- Übergang aus dem Unternehmen mitdenken: wann, an wen und in welcher Form
- Einmal im Jahr Zielbild und Stand gemeinsam mit Steuerberatung und Fachleuten für Vorsorge durchgehen
Erkennen Sie sich wieder?
Keine Ausgangslage gleicht der anderen. Im Kurzgespräch klären wir, wo Sie stehen und womit Sie beginnen.
