Nachfolge in der Familie
Sie möchten, dass Ihr Unternehmen und Ihr Vermögen in der Familie bleiben. Ob das jemand will, wer es kann und was das für die anderen bedeutet, ist aber nie offen besprochen worden.
VermögenStand:
Was ist los?
Die Übergabe innerhalb der Familie wirkt naheliegend und ist doch eine der schwierigsten Aufgaben für Eigentümer:innen. Unternehmen und Vermögen sollen erhalten bleiben, gleichzeitig sollen alle Kinder gerecht behandelt werden, auch jene, die nicht im Unternehmen arbeiten. Die übergebende Generation braucht ein gesichertes Auskommen und eine neue Rolle, die nachfolgende Raum für eigene Entscheidungen. Werden diese Fragen nicht ausgesprochen, entsteht ein Schweigen, das jede Planung blockiert.
Symptome & Folgen
- Nachfolge wird angedeutet, aber nie ausgesprochen → Die nächste Generation plant ihr Leben ohne das Unternehmen
- Unklar, wer führen soll und wer nur beteiligt ist → Spannungen unter Geschwistern schon vor der Übergabe
- Die Versorgung der Übergebenden ist nicht gesichert → Loslassen fällt schwer, die Übergabe wird hinausgezögert
- Die Rolle nach der Übergabe ist offen → Doppelte Führung, Mitarbeiter:innen wissen nicht, wer entscheidet
- Die Planung beginnt erst durch einen äußeren Anlass → Entscheidungen fallen unter Druck
- Vermögen und Unternehmen sind eng verflochten → Eine gerechte Aufteilung scheint unmöglich
Warum passiert das?
Nachfolge berührt zugleich Unternehmen, Vermögen und Familie, und jede dieser Ebenen folgt eigenen Regeln. Gespräche darüber sind belastet, weil es um Anerkennung, Gerechtigkeit und das eigene Lebenswerk geht. Deshalb werden sie aufgeschoben, und mit ihnen die Vorbereitung, die eine Übergabe ohne Druck erst möglich macht.
Typische Ursachen
- Unausgesprochene Erwartungen: Jedes Familienmitglied hat ein eigenes Bild, niemand kennt das der anderen
- Eignung und Wille ungeprüft: Ob die Nachfolger:innen führen können und wollen, wurde nie offen besprochen
- Gerechtigkeit ohne Maßstab: Wie aktive und nicht aktive Familienmitglieder berücksichtigt werden, ist offen
- Eigene Versorgung ungeklärt: Ohne gesichertes Auskommen danach ist Loslassen schwer
- Fachfragen zu spät: Notariat, Rechtsanwaltschaft und Steuerberatung werden erst kurz vor der Übergabe eingebunden
Was ist zu tun?
Am Anfang steht ein offenes Gespräch in der Familie, vorbereitet und moderiert, in dem Erwartungen, Wünsche und Bedenken auf den Tisch kommen. Daraus entstehen ein Nachfolgebild und ein Übergabeplan, der Unternehmen, Vermögen und Versorgung zusammen betrachtet. Die rechtliche und steuerliche Gestaltung entscheiden Sie mit Notariat, Rechtsanwaltschaft und Steuerberatung, ich bereite Grundlagen und Gespräche vor und begleite den Ablauf.
- Analyse Erwartungen aller Beteiligten, Bild von Unternehmen und Vermögen, Versorgungsbedarf der Übergebenden
- Planung Nachfolgebild, Rollen vor und nach der Übergabe, Maßstab für Gerechtigkeit, Abstimmung mit den Fachleuten
- Umsetzung schrittweise Übergabe von Verantwortung, rechtliche Umsetzung mit Notariat und Rechtsanwaltschaft, Begleitung der neuen Rollen
Aufgaben
- Familiengespräch ansetzen, gut vorbereitet, mit allen Betroffenen und einer neutralen Moderation
- Eigene Versorgung rechnen, etwa mit der Methode „eine Zahl“, bevor über Anteile gesprochen wird
- Rollen beschreiben: wer führt, wer beteiligt ist, wer auf andere Weise berücksichtigt wird
- Eigene Rolle danach festlegen, mit einer klaren Grenze, was Sie noch entscheiden und was nicht mehr
- Vorsorge für den Ernstfall mit Notariat und Rechtsanwaltschaft regeln, unabhängig vom Zeitpunkt der Übergabe
- Fachleute gemeinsam an einen Tisch holen, statt jede Frage einzeln zu klären
Erkennen Sie sich wieder?
Keine Ausgangslage gleicht der anderen. Im Kurzgespräch klären wir, wo Sie stehen und womit Sie beginnen.
